Stress Info
14.01.10
Was ist Stress?
Wenn Sie das Wort „Stress“ im Internet googeln, werden Sie sehr schnell feststellen, dass es eine ganze Bandbreite an verschiedenen Definitionen gibt. Letztendlich läuft es stets auf dieselbe Gleichung heraus:
Belastung ≠ Belastbarkeit
Aber nähern wir uns doch dem Thema von Beginn an:
Stress ist in jedem Menschen als Urinstinkt veranlagt. Dieser Urinstinkt war für unsere Vorfahren überlebenswichtig, da er Ihnen in Gefahrensituationen (beispielsweise Bedrohung durch ein gefährliches Tier) ein höheres Leistungspotenzial ermöglichte. Mittlerweile sind wir im 21sten Jahrhundert angekommen und wir leben nur noch selten in Angst vor wilden Tieren.
Stress ist nach Dr. H. Selye wie folgt definiert:„Stress ist eine unspezifische Antwort des Körpers auf eine Anforderung.“
Diese Antwort unseres Körpers ist im Prinzip eine sinnvolle Reaktion, da sie uns zu höheren Leistungen anspornt. Allerdings wirkt sie sich krankmachend auf den Körper aus, wenn sie dauerhaft anwesend ist.
Des weiteren ist der Begriff Stress ein wertfreier Begriff. Das heißt Stress alleine sagt noch nicht aus, ob er positiv oder negativ ist. Leider wird das Wort Stress mittlerweile fast ausschließlich negativ belastet in unserem Sprachgebrauch verwendet:
- Ich stehe unter Stress!
- Das war wieder ein Stress heute!
Stress ist immer eine subjektive/ persönliche Einschätzung. Was den Einen unter Druck setzt ist für den Anderen mit Leichtigkeit zu erledigen und umgekehrt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es keine 0-8-15 Lösung beim Stressmanagement gibt.
Die oben angesprochene Formel besagt, dass Stress dann ausgelöst wird, wenn wir eine Belastung erfahren welche wir zunächst nicht mit unserer Belastbarkeit vereinbaren können. Durch biochemische Prozesse ist unser Körper/ Geist in der Lage sein Leistungspotenzial zu steigern und über einen kurzen Zeitraum die erhöhte Belastung zu meistern. Wenn das Ziel erreicht wurde sollte im optimalen Zustand eine Zeit der Pause und Erholung entstehen, damit Köper und Geist die Reserven wieder auffüllen können. Dieses Beispiel beschreibt den klassischen Eustress (positiven Stress).
Gesetzt den Fall es entsteht keine Zeit der Ruhe und Entspannung, sondern im Gegenteil, die Belastung übersteigt erneut die individuelle Belastbarkeit, wirkt sich dies wie ein Teufelskreis aus. Der Körper hat keine Möglichkeit zur Entspannung, hat aber auch keine Reserven mehr wodurch er Warnsignale/ -symptome aussendet. Werden diese nicht rechtzeitig erkannt und beachtet ist diese Form des Stresses krankmachen (Distress, negativer Stress).
Distress:
Distress ist der sogenannte negative Stress. Negativer Stress entsteht durch eine Stresssituation die lange anhält und keine Entspannung für den Körper/ Geist zulässt. Hierdurch befindet sich der Körper/ Geist unter permanenter Anspannung, andauerndem Druck und wenig Aussichten die gesetzten Ziele zu erreichen. Allein letzteres wirkt stark deprimierend auf Körper und Psyche.
Eustress:
Eustress ist der sogenannte positive Stress. Wie der Name bereits sagt, ist diese Form von Stress positiv und ist Folge kurzer Stressmomente. Hierdurch wird der Körper/ Geist gefordert jedoch nicht überfordert. Dies ist besonders wichtig, denn hieraus kann der Körper/ Geist seine Leistungsfähigkeit in sämtlichen Bereichen steigern. Leider wird diese Form von Stress häufig vergessen.
Für weitere und tiefgehendere Informationen melden Sie sich bitte zu meinen Stressmanagement – Online Kurs an oder besuchen Sie den Kurs in Bad Kreuznach.
Ihre N.Kruse










